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	<title>Kommentare zu: kunst: hingabe, ein auftrag, eine mission?</title>
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		<title>Von: evad008</title>
		<link>http://eva-d.de/blog/2013/02/24/146/#comment-21</link>
		<dc:creator><![CDATA[evad008]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Feb 2013 00:36:12 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[das ist ein sehr interessanter kommentar und ein toller beitrag für eine diskussion. danke!
wenn ich von auftrag oder mission spreche, dann suggeriere und meine ich damit einen ganz singulären auftrag, der dem, wie du es nennst &quot;innen&quot; entspricht.
jede politische vereinahmung der kunst ist, sofern sie von einer regierenden oder oppressiven macht kommt, ob nun rechts oder links oder religiös, hat nichts mehr mit kunst zu tun, sondern mit propaganda. wie du es sagst, die freiheit ist der kunst fundament.
trotz allem gibt es noch immer ein l&#039;art pour l&#039;art, die kunst, die der kunst genügen solle, und das ist für mich die frage. ist das wirklich genug? vielleicht. ehrlich, ich weiß es nicht.
in diktatorischen regimen kann schon allein ein strich, der nicht der ideologie entspricht, zum verbot und harten sanktionen führen. die &quot;entartete kunst&quot; eines naziregimes als bestes beispiel dafür. heute bilden gerade die verbotenen dieser zeit die pfeiler unserer kultur jener jahre und füllen wieder unsere museen.
kunst lebt vielleicht gerade in dieser gratwanderung, sie kann verstören, was ein verstocktes denken aufrüttelt und positiv ist, aber auch zerstören, alpträume auslösen und seelen in abgründe stürzen, was ich nicht befürworte und für mich nicht möchte.
wahrscheinlich muß sich jeder künstler diese fragen selbst stellen. das kann und sollte kein regime übernehmen.
politische kunst: ich kann verstehen, daß in oppressiven situationen künstler den pinsel als waffe verwenden. hier kann kunst unfreiheiten aufzeigen und als pazifistischer widerstand vieles bewirken.
persönlich fühle ich mich von einer &quot;mission&quot; getragen, die aber nichts mit jegweder politik zu hat. ein thema, dass recht intim ist, und das ich wohl im laufe der zeit darlegen werde.
also: kunst als solches ist ein politischer akt, da sie die mögliche freiheit (oder unfreiheit) des denkens darlegt, aber kunst ist kein pfeiler der politik. politik ist ein (im besten falle) gemeinschaftlicher kompromiss, kunst jedoch darf keine kompromisse machen, sie ist kompromisslos singulär.
und trotzdem, private mäzene, de medici oder diaghilev z.b., haben auch dazu beigetragen, bedeutende kunstwerke zu ermöglichen. also, generell habe ich nichts gegen auftragsarbeiten. es kommt auf die umsetzung an.
es stimmt, es gibt so viele fragen.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>das ist ein sehr interessanter kommentar und ein toller beitrag für eine diskussion. danke!<br />
wenn ich von auftrag oder mission spreche, dann suggeriere und meine ich damit einen ganz singulären auftrag, der dem, wie du es nennst &#8220;innen&#8221; entspricht.<br />
jede politische vereinahmung der kunst ist, sofern sie von einer regierenden oder oppressiven macht kommt, ob nun rechts oder links oder religiös, hat nichts mehr mit kunst zu tun, sondern mit propaganda. wie du es sagst, die freiheit ist der kunst fundament.<br />
trotz allem gibt es noch immer ein l&#8217;art pour l&#8217;art, die kunst, die der kunst genügen solle, und das ist für mich die frage. ist das wirklich genug? vielleicht. ehrlich, ich weiß es nicht.<br />
in diktatorischen regimen kann schon allein ein strich, der nicht der ideologie entspricht, zum verbot und harten sanktionen führen. die &#8220;entartete kunst&#8221; eines naziregimes als bestes beispiel dafür. heute bilden gerade die verbotenen dieser zeit die pfeiler unserer kultur jener jahre und füllen wieder unsere museen.<br />
kunst lebt vielleicht gerade in dieser gratwanderung, sie kann verstören, was ein verstocktes denken aufrüttelt und positiv ist, aber auch zerstören, alpträume auslösen und seelen in abgründe stürzen, was ich nicht befürworte und für mich nicht möchte.<br />
wahrscheinlich muß sich jeder künstler diese fragen selbst stellen. das kann und sollte kein regime übernehmen.<br />
politische kunst: ich kann verstehen, daß in oppressiven situationen künstler den pinsel als waffe verwenden. hier kann kunst unfreiheiten aufzeigen und als pazifistischer widerstand vieles bewirken.<br />
persönlich fühle ich mich von einer &#8220;mission&#8221; getragen, die aber nichts mit jegweder politik zu hat. ein thema, dass recht intim ist, und das ich wohl im laufe der zeit darlegen werde.<br />
also: kunst als solches ist ein politischer akt, da sie die mögliche freiheit (oder unfreiheit) des denkens darlegt, aber kunst ist kein pfeiler der politik. politik ist ein (im besten falle) gemeinschaftlicher kompromiss, kunst jedoch darf keine kompromisse machen, sie ist kompromisslos singulär.<br />
und trotzdem, private mäzene, de medici oder diaghilev z.b., haben auch dazu beigetragen, bedeutende kunstwerke zu ermöglichen. also, generell habe ich nichts gegen auftragsarbeiten. es kommt auf die umsetzung an.<br />
es stimmt, es gibt so viele fragen.</p>
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		<title>Von: Thorsten Brinckmann</title>
		<link>http://eva-d.de/blog/2013/02/24/146/#comment-20</link>
		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Brinckmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Feb 2013 22:42:54 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[kunst: hingabe, ein auftrag, eine mission? Vorige Frage war: Hat der Künstler eine Verantwortung. Beide Fragen haben eine ähnliche Richtung, verbunden durch dieselbe Künstlerin. 
Die Fragen können  mit ja oder mit nein beantwortet werden.  Beide Möglichkeiten machen keinen Sinn. Das Ergebnis bestimmt hier seltsamerweise die Begründung. Hat der Künstler eine Verantwortung, Mission, Auftrag, muss er sich verbiegen, denn dieses kommt von außen und wirkt auf ihn ein, unter Umständen disziplinierend, dem Auftrag entsprechend. Damit ist diese bejahende Auffassung bemakelt mit Unfreiheit der Kunst. Ich glaube, dass hier kein Kompromiss möglich ist.
Verneint man die Frage, gerät man fast in einen Strudel und verliert den Boden unter den Füssen. Kein Künstler würde diese Fragen verneinen, vermute ich. 

Kommt die Verantwortung, Mission, Auftrag jedoch von innen, sozusagen selbstgestellte Verantwortung ,innere  Mission und selbstgefühlte Aufträge, fällt die behjahende Antwort sehr leicht und ist schon fast trivial zu nennen.
Was aber ist mit der politischen Kunst, der Arbeiterliteratur und -malerei, die mit zu gesellschaftlichen notwendigen Umbrüchen beigetragen hat, was ist mit der chinesischen Kulturrevolution, die ein Milliardenvolk aus der gesellschaftlichen Erstarrung geholt hat, was mit dem allseits bekannten Song &quot;Guantanamera&quot;, der ausschließlich politischer Natur ist. Haben diese Künstler sich verbogen, wurde hier Kunst verbogen? 
Das soll keine Antwort sein, sondern nur Reflexionen, aufzeigen von Polaritäten, Bandbreiten.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>kunst: hingabe, ein auftrag, eine mission? Vorige Frage war: Hat der Künstler eine Verantwortung. Beide Fragen haben eine ähnliche Richtung, verbunden durch dieselbe Künstlerin.<br />
Die Fragen können  mit ja oder mit nein beantwortet werden.  Beide Möglichkeiten machen keinen Sinn. Das Ergebnis bestimmt hier seltsamerweise die Begründung. Hat der Künstler eine Verantwortung, Mission, Auftrag, muss er sich verbiegen, denn dieses kommt von außen und wirkt auf ihn ein, unter Umständen disziplinierend, dem Auftrag entsprechend. Damit ist diese bejahende Auffassung bemakelt mit Unfreiheit der Kunst. Ich glaube, dass hier kein Kompromiss möglich ist.<br />
Verneint man die Frage, gerät man fast in einen Strudel und verliert den Boden unter den Füssen. Kein Künstler würde diese Fragen verneinen, vermute ich. </p>
<p>Kommt die Verantwortung, Mission, Auftrag jedoch von innen, sozusagen selbstgestellte Verantwortung ,innere  Mission und selbstgefühlte Aufträge, fällt die behjahende Antwort sehr leicht und ist schon fast trivial zu nennen.<br />
Was aber ist mit der politischen Kunst, der Arbeiterliteratur und -malerei, die mit zu gesellschaftlichen notwendigen Umbrüchen beigetragen hat, was ist mit der chinesischen Kulturrevolution, die ein Milliardenvolk aus der gesellschaftlichen Erstarrung geholt hat, was mit dem allseits bekannten Song &#8220;Guantanamera&#8221;, der ausschließlich politischer Natur ist. Haben diese Künstler sich verbogen, wurde hier Kunst verbogen?<br />
Das soll keine Antwort sein, sondern nur Reflexionen, aufzeigen von Polaritäten, Bandbreiten.</p>
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